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Arbeitskreis erreicht die Sanierung des Kirchturms

Nicht alles, was "von Oben" kommt, ist gut

Diese Erfahrung mussten vor einigen Wochen der Pfarrer und die Gläubigen der evangelischen Kirche in Pfeddersheim machen, als schwere Brocken das Dach der Kirche durchschlugen und vor die Eingangstür der Kirche herunterprasselten. Das Wetter und der Wind haben im Laufe der Jahre dem Gemäuer des im Besitz der Stadt befindlichen Kirchturms arg zugesetzt.

Bei einem Stadtrundgang mit dem Rheinland-Pfälzischen Innenminister Roger Lewentz unter Führung unseres Vorstandsmitglieds Felix Zillen hat er den Minister auf diesen lebensgefährlichen Umstand aufmerksam gemacht und nach einer Aufnahme in das Denkmalschutzprogramms gefragt. Nach einem kurzen Schriftwechsel mit ihm und schließlich der Stadtverwaltung Worms und dem Ortsvorsteher wurde der Baubetrieb der Stadt jetzt aktiv und hat die Entfernung weiterer loser Steine veranlasst. Das Foto zeigt die zurückgebliebenen Löcher.

Die Stadt hat jetzt verbindlich zugesagt, im Frühjahr 2012 den Turm einzurüsten und das Mauerwerk zu sanieren. Solange müssen die evangelischen Gläubigen ihre Kirche durch den Hintereingang betreten.

Durch die Bemühungen des Arbeitskreises konnte dieser Erfolg schnell erreicht werden.

siehe auch Artikel der Wormser Zeitung vom 17.12.2011

 

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Aktuelle Hinweise

Jahresbericht des Vorstandes für das Jahr 2011

Auf der Jahresversammlung trug der Vorsitzende Claus Theis den folgenden Jahresbericht vor:

der Berichtszeitraum umfasst die Zeit von Januar 2011 bis November 2011.

Zur ersten Vorstandssitzung hatten wir die Jahresplanungen aufgenommen, bzw. terminiert. Als Termine für unsere Aktivitäten im Jahr 2011 wurden festgelegt:

Am 27. April ein Rundgang in Worms mit Frau Bemsch, auf deren Einladung hin, mit dem Titel: „Zwischen Tag und Dunkel“

Am 8. Mai den ersten Riesling-Rundgang

Am 22. Mai die Exkursion nach Darmstadt mit Herrn Grün

Am 17. Juli die Exkursion ins Rheingau, welche dann aber aus organisatorischen Gründen nicht statt finden konnte

Am 4. September der zweite Riesling-Rundgang. Der Termin für das Orgelkonzert war noch offen.

Hauptverantwortlicher für die Riesling-Rundgänge war Herr Haupt.

Wir nahmen einen Briefentwurf von Frau Schick an die Ortsverwaltung, die Touristinformation und das Stadtmarketing, betreffend den Weg an der östlichen Stadtmauer zur Kenntnis und stimmten ihm zum.

Herr Zillien stimmte zu, dass sein Vortrag zur Geschichte des Rieslinganbaus, gehalten bei der Weinprobe des Ordens der Freunde des Pfeddersheimer Weines, bei uns im Internet veröffentlicht wird.

Bei unserer Sitzung im Februar 2011wurden die Planungen für die Rieslingrundgänge dann konkreter, die Themen wurden festgelegt und wer vom Vorstand zu diesen Themen einen Kurzvortrag halten wird.

Unser Mietverhältnis im Rathaus Pfeddersheim hatten wir aus Kostengründen beendet. Dies machte den Umzug unseres Archivs notwendig; es ist nun in meinem Arbeitszimmer untergebracht.

In der Jahresversammlung 2010 hatten wir die neuen Ortsrundgangstafeln vorgestellt, Änderungswünsche bei derenGestaltung waren aufgenommen worden; nun konnten die Planungen zur Erneuerung der Tafeln angegangen werden.

So konnte Herr Haupt uns am 14. März auch die fertigen Tafeln vorstellen. Ein Exemplar wurde auf Karton erstellt und vom Vorstand Herrn Rektor Bürcky zur Nutzung für die Schüler der Paternusschule übergeben. Ende April hatten wir dann 3 von 4 Ortsrundgangstafeln neu installiert, zur Freude von uns allen, war die vierte Tafel, welche schon verloren geglaubt war, wieder aufgetaucht, in der Garage der Ortsverwaltung. In Pfeddersheim geht eben nichts für immer verloren.Im Monat November wurde dann die letzte von 4 Ortsrundgangstafeln errichtet. An dieser Stelle unser Dank an Ortsvorsteher Haag, welcher dafür gesorgt hat, dass die Tafel aufgestellt worden ist.

Am 27. März trafen wir uns am Schwimmbadparkplatz zu einem Probe-Riesling-Rundgang, allerdings ohne Riesling, es ging nur um die Zeitplanung. Bei uns wird nichts dem Zufall überlassen.

Die Planungen und Vorbereitungen für die Führung von Frau Bemsch liefen an, also Rundbrief, Presse, Mails und Verteilaktion, so wie immer.

Frau Schick konnte Herrn Organist Schmidt gewinnen, so dass doch noch ein Orgelkonzert für den 18. September geplant werden konnte.

Im Mai konnten wir dann den ersten Riesling-Rundgang nachbesprechen. Wir haben positive Kommentare der Teilnehmer erhalten. Etwas mehr als 40 Personen waren mit dabei. Die Winzer haben sich unterschiedlich präsentiert, das Weingut Ließ-Wenzel hat bei uns den besten Eindruck hinterlassen, eine rundum anspruchsvolle Darstellung. Diese Form des Rundgangs wollen wir auch in 2012 wiederholen, mehr dazu später.

Die Planungen für die Fahrt nach Darmstadt am 22. Mai wurden abgeschlossen, unter der fachkundigen Führung von Herrn Grün in gewohnt guter Qualität durchgeführt, waren alle zufrieden.

Im Juni konnte der Vorstand bereits eine erste Bilanz für 2011 ziehen, alle Veranstaltungen waren erfolgreich. Zu bemängeln hatten wir die in den Zeitungen manchmal nicht nur gekürzte, sondern auch noch sinnentsellte Berichte.

Frau Schick hatte eine Check-Liste für unsere Veranstaltungen entworfen, welche von allen Vorstandsmitgliedern begrüßt und für notwendig erachtet wurde. Für den zweiten Riesling-Rundgang am 4. September wurde beschlossen, das Programm zu variieren, damit es auch für Zweit-Besucher interessant bleibt.

Herr Hartmut Keil bekundete seine Bereitschaft, in 2012 zum Thema „Mundart“ einen Vortrag zu halten.

Die Tourist-Info hatte um eine Führung „Von Turm zu Turm“ für eine Gruppe Sprachschüler gebeten, welche Frau Schick am 29. Juni dann auch durchführte. Ebenfalls kurzfristig führten Frau Schick und ich einen „Mini-Riesling-Rundgang“ für Familie Theis und deren Gäste durch.

Im August konnten wir dann die Planungen für den zweiten Riesling-Rundgang abschließen. Alle teilnehmenden Winzer standen nun fest, ebenso der genaue Weg. Am 4. September fand er dann bei sehr drückendem Wetter statt, mit anderen Winzern, anderen Vortragsthemen, vielen neuen Gästen, aber auch unserer mittlerweile treuen Schar von „Stammgästen“, welche uns seit dem Scheu-Rundgang die Treue halten.

 Am 18. September fand dann auch unser Orgel-Konzert in beiden Pfeddersheimer Kirchen statt. Gut besucht war es, noch besser als unser Konzert in 2010. So war denn die Freude auch groß, als wird die eingegangen Spenden Herrn Dr. Stroh für die Renovierung der Organola überreichen konnten.

Im September begannen die Planungen für das Jahr 2012:

Vortrag von Hartmut Keil im März 2011, Exkursion zum Hambacher Schloss, eine weitere Exkursion nach Bad Wimpfen und ein Rundgang „Von Denkmal zu Denkmal“ am Marktsamstag, natürlich mit den bereits bewährten Weinproben.

Der Vorstand stellte einige Überlegung zum vor längerer Zeit bereits schon einmal vorgeschlagenen Thema eines Skulpturenweges durch die Weinberge an. Wir sind hier in einem noch sehr frühen Stadium eines Prozesses, Ende offen.

Herr Zillien hatte Kontakt mit einem Doktoranden aus Seoul, welcher über unsere Homepage Kontakt mit dem AK aufgenommen hatte, weil er Informationen über den Bauernkrieg für einen Vortrag benötigte. Herr Zillien hat darüber auch einen Artikel in der WZ geschrieben, er steht noch immer per Mail mit Herrn Biontino in Kontakt.

Bei unser letzten Sitzung im Oktober wurden die Termine für 2012 festgelegt:

- Mundartabend mit Hartmut Keil im März 2012

- Besuch des Hambacher Schlosses am 5. oder 12. Mai 2012

- Rundgang von Denkmal zu Denkmal am Marktsamstag, 18. August 2012

- Exkursion nach Bad Wimpfen am 8. oder 15. September 2012

 

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden des Arbeitskreises ein frohes Weihnachtsfest und viel Glück und Erfolg im Jahre 2012!

 



 

Orgelkonzert in beiden Kirchen am 18. September in Pfeddersheim

Lesen Sie dazu einen Bericht in der Wormser Zeitung





 
 

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Aktuell


Zweiter Rieslingrundgang am 4. September 2011

Drei andere Winzer, der Hochberg und der St. Georgenberg waren diesmal Ziele des zweiten Rieslingrundgangs. Trotz wechselhaftem Wetter ließen sich über zwanzig interessierte Teilnehmer die Rieslingproben schmecken und ausführlich informieren. Als Zugabe hatte der Vorstand einen Besuch des sonst verschlossenen Judenfriedhofs ins Programm aufgenommen.

Das erste Ziel war ein Rieslingwingert von Oliver Knab auf dem Hochberg, ausgezeichnet durch sein besonderes "Terroir", rote Erde, aufgefüllt aus den Ablagerungen der Pfrimm im Osten von Pfeddersheim. Feine Nasen und empfindliche Zungen konnten den Unterschied herausfinden, dank der ausführlichen Erklärungen des Winzers und der gereichten Proben. Nicht nur bei Nierstein gibt es also einen "Roten Hang"! Claus Theis ergänzte die Lehrstunde mit einem Beitrag über die Geschichte des Rieslings in Pfeddersheim, verfasst von Felix Zillien, der leider verhindert war.

Ohne Weinprobe, aber mit großem Interesse betraten die meisten der Gäste zum ersten Mal in ihrem Leben den Pfeddersheime Judenfriedhof. Erläuterungen dazu gab Claus Theis.
Der Rundgang wurde zu einer Wanderung durch die nördliche Gemarkung zum St. Georgenberg, wo das Weingut Feth unweit der vermutenen Stelle des ehemaligen Klosters einen Wingert bewirtschaftet. Es war zwar kein Riesling, aber der Grauburgunder gab trotz des einsetzendem Regens den Wanderern die nötige Erfrischung, recht eindrucksvoll präsentiert vom Winzer, wie man sieht. Frau Dr. Elisabeth Schick klärte derweil die Gäste über die Vielfalt der Speisen auf, zu denen man einen Riesling genießen kann und sollte, nicht nur zum Riesling-Jubiläum.
Den Abschluss fand der Rundgang am Trullo, wo Christian Schneider Riesling-Raritäten aus seiner Schatzkammer präsentierte. Schneider ist nicht mehr als Winzer aktiv, konnte aber die Gäste überzeugen, dass eine Riesling-Auslese aus dem Jahre 1985 noch heute einen tiefgründigen Geschmack mit edlen Säurenoten offenbart und nichts von ihrem Schmelz verloren hat. Der Diplom-Weinbauingenieur fesselte die Zuhörer mit seinem profunden Fachwissen. Aufgelockert wurde diese wahre Vorlesung durch Zitate und Sprüche zum Wein, vorgetragen von Gerhard Haupt.

Wie man sieht, konnte selbst der Regen die Teilnehmer dieses Rundgangs nicht davon abbringen, bis zum Ende durchzuhalten.